Auf den Punkt: Aus Deutschland und Österreich brauchst du in Südkorea keinen Adapter. Die Steckdosen haben zwei runde Löcher (Typ C und F), Schukostecker und flache Eurostecker passen. Der Strom hat 220 Volt und 60 Hertz statt 230 Volt und 50 Hertz. Ladegeräte mit der Aufschrift „100–240 V, 50/60 Hz“ laufen ohne Wandler. Einen Adapter brauchst du nur für dreipolige Schweizer Stecker (Typ J) und für einen Abstecher nach Japan.
Selbst ausprobiert: In Seoul passten meine deutschen Stecker ohne Adapter in die Steckdosen.
Welche Steckdose hat Südkorea?
Die Steckdose in Südkorea ist dieselbe wie in Deutschland und Österreich: Typ C und Typ F, beide mit zwei runden Löchern. Die Tourismusorganisation Seoul nennt Deutschland, Österreich und Frankreich ausdrücklich als Länder mit denselben Steckdosen. Die britische Organisation Electrical Safety First beschreibt den koreanischen Standard als Typ F, also zwei runde Stifte mit 4,8 Millimetern Durchmesser im Abstand von 19 Millimetern. Das ist der Schukostecker. Wegen der Form heißen Stecker dieser Art in Korea umgangssprachlich „dwaejiko“, Schweinenase, so ein Ratgeber des staatlich finanzierten Forschungsinstituts IBS.
Der Unterschied liegt im Netz, nicht im Stecker: In Korea fließen 220 Volt mit 60 Hertz, laut Korea Tourism Organization. Zu Hause sind es 230 Volt mit 50 Hertz. Für Handy, Laptop und Kamera spielt das meist keine Rolle, solange das Netzteil beides abdeckt. Was du prüfen solltest, steht im Geräte-Check weiter unten.
Auf einen Blick
| Land | Steckdosentyp | Spannung | Frequenz | Schuko passt? | Eurostecker passt? | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Südkorea | C, F | 220 V | 60 Hz | ja | ja | Seoul Tourism Organization, KTO |
| Japan | A, B | 100 V | 50 Hz (Osten), 60 Hz (Westen) | nein | nein | JNTO, Electrical Safety First |
| China (Festland) | A, C, I | 220 V | 50 Hz | nein | je nach Steckdose | Electrical Safety First, Visit Beijing |
| zum Vergleich: Deutschland, Österreich | C, F | 230 V | 50 Hz | ja | ja | Electrical Safety First |
| zum Vergleich: Schweiz | C, J | 230 V | 50 Hz | – | ja | Electrical Safety First |
Stand der Angaben: Oktober 2026. Die Spalten „passt?“ meinen deutsche und österreichische Stecker ohne Adapter. Für China führt Electrical Safety First Typ C zwar auf, Visit Beijing beschreibt die üblichen Steckdosen aber nur für gerade Zweipol- und dreieckige Dreipolstecker. Ob dein Eurostecker passt, hängt also von der einzelnen Steckdose ab.
Geräte-Check: Was auf dem Typenschild stehen muss
Ein Adapter ändert nur die Form des Steckers, nicht Spannung oder Frequenz, darauf weist Electrical Safety First hin. Entscheidend ist deshalb das Typenschild auf dem Netzteil oder Gerät, meist in der Zeile „Input“ oder „Eingang“.
Spannung. Steht dort „100–240 V“ oder „220–240 V“, verträgt das Gerät die koreanischen 220 Volt. Steht dort nur „110 V“ oder „120 V“, etwa bei Geräten aus den USA, brauchst du einen Spannungswandler. Laut IBS sind solche Wandler schwer und außerhalb von Gegenden mit vielen Ausländern nicht leicht zu finden.
Frequenz. Steht „50/60 Hz“ auf dem Schild, passt auch die Frequenz. Steht nur „50 Hz“ dort, gibt es keine pauschale Antwort. Der koreanische Hersteller LG schreibt zu seinen Haushaltsgeräten, dass Bauteile wie Motor und Kompressor bei einer anderen Frequenz Geräusche machen oder ausfallen können. Bei Geräten mit Motor, also etwa Haarschneider oder Rasierer am Netz, fragst du im Zweifel den Hersteller.
Was das für typisches Reisegepäck heißt:
| Gerät | Prüfen | Adapter nötig? |
|---|---|---|
| Handy-, Tablet-, Laptop-Netzteil (Stecker aus D/A) | „100–240 V“ und „50/60 Hz“ | nein |
| Kamera-Ladegerät, E-Book-Reader | wie oben | nein |
| Elektrische Zahnbürste, Rasierer | Spannung und Frequenz, bei nur „50 Hz“ Hersteller fragen | nein |
| Föhn, Glätteisen, Lockenstab | „220–240 V“ oder umschaltbar, Frequenz | nein |
| Mehrfachsteckdose mit Schukostecker | passt in Typ F | nein |
| Gerät aus den USA (110 V) | Spannungswandler nötig | ja, plus Wandler |
Eine kleine Mehrfachsteckdose von zu Hause ist praktisch, wenn im Hotelzimmer wenige Steckdosen frei sind. Ihr Schukostecker passt in die koreanische Typ-F-Steckdose.
Aus der Schweiz: nur dreipolige Stecker brauchen einen Adapter
Die Schweiz nutzt laut Electrical Safety First die Typen C und J. Typ J hat zwei runde Stifte und einen zusätzlichen Erdungsstift. Diesen dritten Stift nimmt die koreanische Typ-F-Steckdose nicht auf. Für Geräte mit dreipoligem Schweizer Stecker brauchst du deshalb einen Reiseadapter von Typ J auf C/F. Flache zweipolige Eurostecker, etwa an vielen Handy-Ladegeräten, passen ohne Adapter. Spannung und Frequenz: siehe Geräte-Check, die Schweiz hat wie Deutschland 230 Volt und 50 Hertz.
Kombi-Reise mit Japan oder China
Wer Korea mit Japan oder China verbindet, braucht dort andere Stecker als in Korea.
Japan. Laut der japanischen Tourismusbehörde JNTO liegt die Spannung landesweit bei 100 Volt. Im Osten Japans fließen 50 Hertz, im Westen mit Nagoya, Kyoto und Osaka 60 Hertz. Die Steckdosen sind Typ A, also zwei flache Stifte. Electrical Safety First nennt zusätzlich Typ B mit rundem Erdungsstift. Du brauchst also einen Adapter. Wichtiger ist die Spannung: Ein Gerät nur für 220–240 Volt ist für 100 Volt nicht ausgelegt. Geräte für mehrere Spannungen, etwa ein Netzteil mit „100–240 V“, funktionieren laut JNTO in ganz Japan, für alle anderen nennt die Behörde einen Spannungswandler. Adapter und Wandler gibt es laut JNTO in den Städten leicht zu kaufen, etwa in Akihabara in Tokio, Nipponbashi in Osaka oder bei Yodobashi Camera und Bic Camera.
China. Auf dem Festland liegt die Spannung bei 220 Volt und 50 Hertz, laut Electrical Safety First und der Tourismusbehörde Peking. Electrical Safety First nennt die Typen A, C und I. Visit Beijing beschreibt Steckdosen mit einem zweipoligen Teil oben und einem dreipoligen, geerdeten Teil unten. Den Schukostecker führt keine der beiden Quellen auf. Mehr dazu auf der Schwesterseite Chinakompass unter Strom und WLAN in China.
Für mehrere Länder ist ein Universal-Reiseadapter die einfachste Lösung, der mindestens die Typen A, C/F und I abdeckt. Für den Korea-Teil der Reise brauchst du ihn aus Deutschland und Österreich nicht.
Powerbank im Flugzeug
Für die Steckdose spielt die Powerbank keine Rolle, für den Flug schon. Das koreanische Verkehrsministerium hat die Regeln 2025 zweimal verschärft, berichtet das Regierungsportal Korea.net:
- Powerbanks dürfen nicht ins Gepäckfach über dem Sitz. Sie bleiben am Körper oder in der Sitztasche vor dir.
- Die Pole müssen isoliert sein, mit Klebeband oder einer eigenen Plastiktüte oder Hülle.
- Während des Flugs darfst du sie nicht benutzen und nicht über die Bordsteckdose laden.
- Bis 100 Wattstunden sind fünf Stück erlaubt, zwischen 100 und 160 Wattstunden zwei mit Zustimmung der Airline, darüber keine.
Welche Flüge die Regeln genau betreffen, nennt Korea.net nicht. Verbindlich ist, was deine Fluggesellschaft vorgibt.
Häufige Probleme
Der Schweizer Stecker passt nicht. Typ J braucht einen Adapter auf C/F, siehe oben. Geräte mit Eurostecker funktionieren ohne.
Adapter vergessen, etwa für ein Gerät aus den USA oder Japan. Laut Korea Tourism Organization kannst du an der Hotelrezeption fragen, ob sie einen Adapter verleiht oder verkauft. Außerdem gibt es Adapter am Flughafen, in Geschäften, großen Duty-free-Shops und Convenience Stores. Adapter für nordamerikanische und japanische Flachstecker sind laut IBS in Korea recht verbreitet.
Gerät nur für 110 oder 100 Volt. Ein Adapter reicht nicht, du brauchst einen Spannungswandler. Laut IBS wandeln die in Korea üblichen Geräte von 220 auf 110 Volt. Wandler auf 100 Volt für japanische Geräte sind dort nicht typisch.
Gerät nur für 50 Hertz. Bei Ladegeräten mit der Aufschrift „50/60 Hz“ ist das kein Thema. Bei einem Gerät mit Motor, auf dem nur „50 Hz“ steht, frag vor der Reise den Hersteller.
Was sich ändern kann
Steckdosentyp, Spannung und Frequenz sind in Südkorea einheitlich geregelt. In den ausgewerteten Quellen ist keine Änderung angekündigt, die Reisende betrifft. Was sich tatsächlich ändert, sind die Regeln für Powerbanks an Bord. Prüfe sie vor jedem Flug bei deiner Airline.
Quellen: Seoul Tourism Organization: Miscellaneous (220 V, 60 Hz, Typ C und F, gleiche Steckdosen wie Deutschland und Österreich); Korea Tourism Organization: Electricity & Communications (220 V, 60 Hz, zwei runde Löcher, Adapter an Rezeption, Flughafen und in Convenience Stores; Seite aktualisiert 11. September 2026); Electrical Safety First zu Südkorea, Deutschland, Österreich, Schweiz, Japan und China (Steckertypen, Spannung, Frequenz, Adapter wandelt nicht); IBS: Electricity (Stiftmaße, „dwaejiko“, Spannungswandler); LG: Geräte im Ausland (Frequenz und Motoren); JNTO: Plugs & Electricity und JNTO FAQ (100 V, 50/60 Hz, Typ A); Visit Beijing: The Voltage in Beijing (220 V, 50 Hz, Steckdosen); Korea.net zu Powerbank-Regeln ab 1. März 2025 und 1. September 2025. Stand: Oktober 2026.
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