Koreakompass

Steckdose in Südkorea – brauche ich einen Adapter?

Vor der Reise · Schritt 3
Stand Oktober 2026

Nein: In Südkorea passen Stecker aus Deutschland und Österreich ohne Adapter, die Steckdosen sind Typ C und F. Der Strom hat 220 Volt und 60 Hertz. Was das für Ladegerät, Föhn und Powerbank heißt und wann du doch einen Adapter brauchst.

Morten aus Frankfurt
Von Morten aus Frankfurt8 Min. Lesezeit
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Inhalt
  1. 01Welche Steckdose hat Südkorea?
  2. 02Auf einen Blick
  3. 03Geräte-Check: Was auf dem Typenschild stehen muss
  4. 04Aus der Schweiz: nur dreipolige Stecker brauchen einen Adapter
  5. 05Kombi-Reise mit Japan oder China
  6. 06Powerbank im Flugzeug
  7. 07Häufige Probleme
  8. 08Was sich ändern kann
  9. 09Auch interessant

Auf den Punkt: Aus Deutschland und Österreich brauchst du in Südkorea keinen Adapter. Die Steckdosen haben zwei runde Löcher (Typ C und F), Schukostecker und flache Eurostecker passen. Der Strom hat 220 Volt und 60 Hertz statt 230 Volt und 50 Hertz. Ladegeräte mit der Aufschrift „100–240 V, 50/60 Hz“ laufen ohne Wandler. Einen Adapter brauchst du nur für dreipolige Schweizer Stecker (Typ J) und für einen Abstecher nach Japan.

Selbst ausprobiert: In Seoul passten meine deutschen Stecker ohne Adapter in die Steckdosen.

Welche Steckdose hat Südkorea?

Die Steckdose in Südkorea ist dieselbe wie in Deutschland und Österreich: Typ C und Typ F, beide mit zwei runden Löchern. Die Tourismusorganisation Seoul nennt Deutschland, Österreich und Frankreich ausdrücklich als Länder mit denselben Steckdosen. Die britische Organisation Electrical Safety First beschreibt den koreanischen Standard als Typ F, also zwei runde Stifte mit 4,8 Millimetern Durchmesser im Abstand von 19 Millimetern. Das ist der Schukostecker. Wegen der Form heißen Stecker dieser Art in Korea umgangssprachlich „dwaejiko“, Schweinenase, so ein Ratgeber des staatlich finanzierten Forschungsinstituts IBS.

Der Unterschied liegt im Netz, nicht im Stecker: In Korea fließen 220 Volt mit 60 Hertz, laut Korea Tourism Organization. Zu Hause sind es 230 Volt mit 50 Hertz. Für Handy, Laptop und Kamera spielt das meist keine Rolle, solange das Netzteil beides abdeckt. Was du prüfen solltest, steht im Geräte-Check weiter unten.

Auf einen Blick

LandSteckdosentypSpannungFrequenzSchuko passt?Eurostecker passt?Quelle
SüdkoreaC, F220 V60 HzjajaSeoul Tourism Organization, KTO
JapanA, B100 V50 Hz (Osten), 60 Hz (Westen)neinneinJNTO, Electrical Safety First
China (Festland)A, C, I220 V50 Hzneinje nach SteckdoseElectrical Safety First, Visit Beijing
zum Vergleich: Deutschland, ÖsterreichC, F230 V50 HzjajaElectrical Safety First
zum Vergleich: SchweizC, J230 V50 Hz–jaElectrical Safety First

Stand der Angaben: Oktober 2026. Die Spalten „passt?“ meinen deutsche und österreichische Stecker ohne Adapter. Für China führt Electrical Safety First Typ C zwar auf, Visit Beijing beschreibt die üblichen Steckdosen aber nur für gerade Zweipol- und dreieckige Dreipolstecker. Ob dein Eurostecker passt, hängt also von der einzelnen Steckdose ab.

Geräte-Check: Was auf dem Typenschild stehen muss

Ein Adapter ändert nur die Form des Steckers, nicht Spannung oder Frequenz, darauf weist Electrical Safety First hin. Entscheidend ist deshalb das Typenschild auf dem Netzteil oder Gerät, meist in der Zeile „Input“ oder „Eingang“.

Spannung. Steht dort „100–240 V“ oder „220–240 V“, verträgt das Gerät die koreanischen 220 Volt. Steht dort nur „110 V“ oder „120 V“, etwa bei Geräten aus den USA, brauchst du einen Spannungswandler. Laut IBS sind solche Wandler schwer und außerhalb von Gegenden mit vielen Ausländern nicht leicht zu finden.

Frequenz. Steht „50/60 Hz“ auf dem Schild, passt auch die Frequenz. Steht nur „50 Hz“ dort, gibt es keine pauschale Antwort. Der koreanische Hersteller LG schreibt zu seinen Haushaltsgeräten, dass Bauteile wie Motor und Kompressor bei einer anderen Frequenz Geräusche machen oder ausfallen können. Bei Geräten mit Motor, also etwa Haarschneider oder Rasierer am Netz, fragst du im Zweifel den Hersteller.

Was das für typisches Reisegepäck heißt:

GerätPrüfenAdapter nötig?
Handy-, Tablet-, Laptop-Netzteil (Stecker aus D/A)„100–240 V“ und „50/60 Hz“nein
Kamera-Ladegerät, E-Book-Readerwie obennein
Elektrische Zahnbürste, RasiererSpannung und Frequenz, bei nur „50 Hz“ Hersteller fragennein
Föhn, Glätteisen, Lockenstab„220–240 V“ oder umschaltbar, Frequenznein
Mehrfachsteckdose mit Schukosteckerpasst in Typ Fnein
Gerät aus den USA (110 V)Spannungswandler nötigja, plus Wandler

Eine kleine Mehrfachsteckdose von zu Hause ist praktisch, wenn im Hotelzimmer wenige Steckdosen frei sind. Ihr Schukostecker passt in die koreanische Typ-F-Steckdose.

Aus der Schweiz: nur dreipolige Stecker brauchen einen Adapter

Die Schweiz nutzt laut Electrical Safety First die Typen C und J. Typ J hat zwei runde Stifte und einen zusätzlichen Erdungsstift. Diesen dritten Stift nimmt die koreanische Typ-F-Steckdose nicht auf. Für Geräte mit dreipoligem Schweizer Stecker brauchst du deshalb einen Reiseadapter von Typ J auf C/F. Flache zweipolige Eurostecker, etwa an vielen Handy-Ladegeräten, passen ohne Adapter. Spannung und Frequenz: siehe Geräte-Check, die Schweiz hat wie Deutschland 230 Volt und 50 Hertz.

Kombi-Reise mit Japan oder China

Wer Korea mit Japan oder China verbindet, braucht dort andere Stecker als in Korea.

Japan. Laut der japanischen Tourismusbehörde JNTO liegt die Spannung landesweit bei 100 Volt. Im Osten Japans fließen 50 Hertz, im Westen mit Nagoya, Kyoto und Osaka 60 Hertz. Die Steckdosen sind Typ A, also zwei flache Stifte. Electrical Safety First nennt zusätzlich Typ B mit rundem Erdungsstift. Du brauchst also einen Adapter. Wichtiger ist die Spannung: Ein Gerät nur für 220–240 Volt ist für 100 Volt nicht ausgelegt. Geräte für mehrere Spannungen, etwa ein Netzteil mit „100–240 V“, funktionieren laut JNTO in ganz Japan, für alle anderen nennt die Behörde einen Spannungswandler. Adapter und Wandler gibt es laut JNTO in den Städten leicht zu kaufen, etwa in Akihabara in Tokio, Nipponbashi in Osaka oder bei Yodobashi Camera und Bic Camera.

China. Auf dem Festland liegt die Spannung bei 220 Volt und 50 Hertz, laut Electrical Safety First und der Tourismusbehörde Peking. Electrical Safety First nennt die Typen A, C und I. Visit Beijing beschreibt Steckdosen mit einem zweipoligen Teil oben und einem dreipoligen, geerdeten Teil unten. Den Schukostecker führt keine der beiden Quellen auf. Mehr dazu auf der Schwesterseite Chinakompass unter Strom und WLAN in China.

Für mehrere Länder ist ein Universal-Reiseadapter die einfachste Lösung, der mindestens die Typen A, C/F und I abdeckt. Für den Korea-Teil der Reise brauchst du ihn aus Deutschland und Österreich nicht.

Powerbank im Flugzeug

Für die Steckdose spielt die Powerbank keine Rolle, für den Flug schon. Das koreanische Verkehrsministerium hat die Regeln 2025 zweimal verschärft, berichtet das Regierungsportal Korea.net:

  • Powerbanks dürfen nicht ins Gepäckfach über dem Sitz. Sie bleiben am Körper oder in der Sitztasche vor dir.
  • Die Pole müssen isoliert sein, mit Klebeband oder einer eigenen Plastiktüte oder Hülle.
  • Während des Flugs darfst du sie nicht benutzen und nicht über die Bordsteckdose laden.
  • Bis 100 Wattstunden sind fünf Stück erlaubt, zwischen 100 und 160 Wattstunden zwei mit Zustimmung der Airline, darüber keine.

Welche Flüge die Regeln genau betreffen, nennt Korea.net nicht. Verbindlich ist, was deine Fluggesellschaft vorgibt.

Häufige Probleme

Der Schweizer Stecker passt nicht. Typ J braucht einen Adapter auf C/F, siehe oben. Geräte mit Eurostecker funktionieren ohne.

Adapter vergessen, etwa für ein Gerät aus den USA oder Japan. Laut Korea Tourism Organization kannst du an der Hotelrezeption fragen, ob sie einen Adapter verleiht oder verkauft. Außerdem gibt es Adapter am Flughafen, in Geschäften, großen Duty-free-Shops und Convenience Stores. Adapter für nordamerikanische und japanische Flachstecker sind laut IBS in Korea recht verbreitet.

Gerät nur für 110 oder 100 Volt. Ein Adapter reicht nicht, du brauchst einen Spannungswandler. Laut IBS wandeln die in Korea üblichen Geräte von 220 auf 110 Volt. Wandler auf 100 Volt für japanische Geräte sind dort nicht typisch.

Gerät nur für 50 Hertz. Bei Ladegeräten mit der Aufschrift „50/60 Hz“ ist das kein Thema. Bei einem Gerät mit Motor, auf dem nur „50 Hz“ steht, frag vor der Reise den Hersteller.

Was sich ändern kann

Steckdosentyp, Spannung und Frequenz sind in Südkorea einheitlich geregelt. In den ausgewerteten Quellen ist keine Änderung angekündigt, die Reisende betrifft. Was sich tatsächlich ändert, sind die Regeln für Powerbanks an Bord. Prüfe sie vor jedem Flug bei deiner Airline.

Quellen: Seoul Tourism Organization: Miscellaneous (220 V, 60 Hz, Typ C und F, gleiche Steckdosen wie Deutschland und Österreich); Korea Tourism Organization: Electricity & Communications (220 V, 60 Hz, zwei runde Löcher, Adapter an Rezeption, Flughafen und in Convenience Stores; Seite aktualisiert 11. September 2026); Electrical Safety First zu Südkorea, Deutschland, Österreich, Schweiz, Japan und China (Steckertypen, Spannung, Frequenz, Adapter wandelt nicht); IBS: Electricity (Stiftmaße, „dwaejiko“, Spannungswandler); LG: Geräte im Ausland (Frequenz und Motoren); JNTO: Plugs & Electricity und JNTO FAQ (100 V, 50/60 Hz, Typ A); Visit Beijing: The Voltage in Beijing (220 V, 50 Hz, Steckdosen); Korea.net zu Powerbank-Regeln ab 1. März 2025 und 1. September 2025. Stand: Oktober 2026.

Auch interessant

Häufige Fragen

Brauche ich in Südkorea einen Adapter?
Aus Deutschland und Österreich nicht. Südkorea nutzt die Steckdosentypen C und F, dieselben wie zu Hause (Seoul Tourism Organization, Oktober 2026). Aus der Schweiz brauchst du nur für dreipolige Stecker (Typ J) einen Adapter, flache Eurostecker passen. Geräte mit Flachsteckern aus den USA oder Japan brauchen einen Adapter.
Welche Steckdose hat Südkorea?
Typ C und Typ F, beide mit zwei runden Löchern. Die Netzspannung beträgt 220 Volt, die Frequenz 60 Hertz (Korea Tourism Organization und Seoul Tourism Organization, Stand Oktober 2026).
Passt ein Schukostecker in Südkorea?
Ja. Der Schukostecker ist Typ F, und die Tourismusorganisation Seoul nennt Deutschland und Österreich ausdrücklich als Länder mit denselben Steckdosen. Auch der flache Eurostecker (Typ C) passt.
Funktioniert mein Föhn in Südkorea?
Schau auf das Typenschild. Steht dort 220–240 V oder 100–240 V, passt die Spannung. Steht dort auch 50/60 Hz, passt die Frequenz. Ist nur 50 Hz angegeben, frag im Zweifel den Hersteller: Bei Geräten mit Motor kann die Frequenz laut LG eine Rolle spielen. Einen Adapter brauchst du für den Stecker aus Deutschland nicht.
Brauche ich für Japan und Südkorea denselben Adapter?
Nein. Für Südkorea brauchst du aus Deutschland keinen. Japan nutzt flache Stecker (Typ A) und 100 Volt (JNTO, Oktober 2026). Für Japan brauchst du also einen Adapter, und dein Gerät muss 100 Volt vertragen.
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